MARKT ALTMANNSTEIN Johann Simon Mayr Am 14 Juni 1763 wurde Johann Simon Mayr in Mendorf geboren Sein musikali sches Werk als Komponist ist gewaltig Er wirkte als Domkapellmeister in Bergamo entwickelte aber auch eine umfangreiche Lehrtätigkeit in Italien wo er auch heute noch bekannter ist als in seinem Hei matland Sein berühmtester Schüler war Gaetano Donizett i J S Mayr war Vor bild für Vincenzo Bellini und Gioacchino Rossini Er starb am 2 Dezember 1845 hoch geachtet in Bergamo An seinem Geburtshaus in Mendorf sind Gedenkta feln in deutscher und italienischer Spra che angebracht Im Marktmuseum ist ihm ein kleiner Raum gewidmet lgnaz Günther Altmannstein ist der Geburtsort des berühmten Rokoko Bildhauers lgnaz Günther der hier am 22 November 1725 geboren wurde und am 28 Juni 1775 in München starb wo er als hofbefreyter Bildhauer viele seiner bekannten Werke hauptsächlich zur Ausstattung von Kir chen schuf Die Marktgemeinde hat in dem Haus das seinem Vater als Werkstatt diente und in dem er seine ersten Lehr jahre verbrachte ein kleines aber feines Museum ihm zu Ehren als Gedenkstätte eingerichtet Lore Hummel Geboren in Karlsruhe studierte Lore Hum mel bei Prof Ruf in Nürnberg und spä ter bei Prof Wolfgang Felten in München Durch die Wirren des Krieges wurde sie 1944 nach Altmannstein verschlagen wo sie ihre neue Heimat fand Von ihr stammen die weltberühmten Entwürfe der sogenann ten Lore Figuren die durch ihren Liebreiz und Charme viele Liebhaber auf der ganzen Welt gefunden haben und mittlerweile zu begehrten Sammlerstücken geworden sind Sie ist die Mutter des bekannten modernen Komponisten und Pianisten Franz Hummel Schöpfer des Musicals Ludwig II Sehn sucht nach dem Paradies Lore Hummel starb 1997 auf der Höhe ihres Kunstschaf fens im Alter von 78 Jahren in Altmannstein BERÜHMTE ALTMANNSTEINER Gebiet nördlich des kleinen Flusses aus Über die Gründe für diesen Umweg lässt sich nur spekulieren Es ist aber denkbar dass hier bei die Sicherung der Wasserversorgung eine Rolle spielte denn nur der Schambach führt in dieser trockenen Region ganzjährig Wasser Westlich von Altmannstein quert der Limes erneut den Talgrund und nimmt seine ursprüngliche Richtung wieder auf Auf der Hochfläche des Meßnerberges hat er sich als deutlich überhöhter Feldrain erhalten ebenso die ehemalige Turmstelle WP 15 30 auf der Kuppe des Berges In dem steilen Hangwald des anschließenden Seitentales sind streckenweise sogar die Mauerschalen und Reste des Palisadengrabens sichtbar Östlich der Straße Altmannstein Mendorf auf der Hochfläche des 495 m hohen Koch berges liegen die Turmstellen WP 15 31 und WP 15 32 Ab hier zeichnet sich die räti sche Limesmauer auf einer Strecke von über fünf Kilometern bis zum Beginn des Hien heimer Forsts noch als schnurgerader Feld weg im Gelände ab MITTELALTER Während in manchen Städten Geschlech tertürme und Wohnhäuser aus dem Mittel alter erhalten blieben sind auf dem Land die Burganlagen die Zeugnisse der damali gen Zeit So finden sich auf dem Gemein degebiet drei Burgställe bei Schamhaupten unterhalb von Althexenagger und bei Otters dorf deren Ausmaße durch Gräben und Auf schüttungen noch zu erkennen sind Die Burg Stein hoch über dem Marktflecken Altmannstein mit ihrem heute noch 16 m hohen runden Bergfried aus Buckelquadern und den Resten des Pallas ist auf jeden Fall einen Besuch wert In einer Urkunde Kaiser Heinrichs V aus dem Jahre 1108 wird ein Hugo von Stein als Zeuge benannt Er gilt als erster Herr dieser Burg Die heute noch bewohnten und auch als Standesamt genutzten Gebäude am Eingang stammen aber erst aus den frühen Jahren des 20 Jahrhunderts Aus der Zeit des Mittelalters stammt auch die historische Hammerschmiede der Fami lie Huber die in Hexenagger besucht werden kann Sie ist die einzige der ca 350 gleicharti gen Betriebe des Ruhrgebiets Bayerns der früheren Oberpfalz die original heute noch besteht Das Anwesen des heute noch bestehenden beliebten Landgasthofes Neumayer wurde bereits 1326 in einem Urbar einem mittel alterlichen Grundbuch erwähnt AUS BURGEN WERDEN SCHLÖSSER Mit der Erfindung des Schießpulvers und der daraus entwickelten Waffentech nik verloren die Burgen immer mehr ihre strategische Bedeutung Viele adelige Rit ter verarmten und wurden zu Raubrittern die die Handelsstraßen unsicher machten Die Folge war Vergeltung durch die Han delsstädte So wurden auch der Ort und die Burg Altmannstein im Jahre 1446 aus Rache von den Nürnbergern geplündert und gebrandschatzt Zwei der Höhenburgen im Gemeindegebiet aber wurden in der Folgezeit zu stattlichen Wohnschlössern umgebaut und können heute als Schloss Sandersdorf und Schloss Hexenagger allerdings nur von außen bewundert werden Sie sind in Privatbesitz Schöne Kulissen für interessante Fotoauf nahmen sind sie aber allemal Leider bestehen die beiden Wasserschlös ser von Hagenhill und Neuenhinzenhausen nicht mehr Von Letzterem existiert aber ein Kupferstich von Michael Wening aus dem Jahr 1701 2 m dicke Mauern tragen den Bergfried der Burg Stein B ild M ar kt A lt m an ns te in RegionalFit 31

Vorschau Regional Fit 11/2020 Seite 31
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