MARKT ALTMANNSTEIN SANDERSDORF An der Schambach und der B299 gelegen grüßt der Ort schon von Weitem mit seiner prächtigen Schlossanlage die lange Zeit den Freiherrn von Muggenthal und den Baronen De Bassus gehörte Heute sind das Schloss und große Waldungen um Sandersdorf in den Händen des Wittelsbacher Ausgleichfonds Im 19 Jahrhundert wurden das Schloss und das Schlosshaus die heutige Schloss gaststätte von dem bekannten Münchner Architekten Gabriel von Seidel umgebaut Sandersdorf selbst wurde erstmals 1137 bei der Gründung des Augustiner Chorherrnstif tes Schamhaupten urkundlich erwähnt Die Kirche Maria Empfängnis deren Hochal tar um 1700 geschaffen wurde befindet sich am Ortsrand beim Friedhof Die Gründung der heute noch bestehenden Schlossbrauerei geht schon auf das Jahr 1550 zurück SCHAFSHILL UND THANNHAUSEN Zwischen den beiden Orten auf der Jura hochfläche finden sich im Wald noch Bohn erzgruben wo bereits Kelten nach Erz schürften Schafshill wurde 955 erst mals erwähnt und gehörte lange Zeit zum Kloster St Emmeram in Regensburg Die Filialkirche St Peter und Paul ist ein früh gotischer Bau mit barocker Ausstattung Ein Domherr Herrmann von Thanhusen ist in einer Urkunde aus dem Jahr 1245 Zeuge einer Übereinkunft zwischen dem Eichstät ter Bischof und dem Grafen von Hirschberg Die Filialkirche St Nikolaus in Thannhausen ist ein romanischer Bau aus dem 12 Jahrhun dert mit schöner Ausstattung aus dem 17 und 18 Jahrhundert SCHAMHAUPTEN Am Ursprung der Schambach einem so genannten Quelltopf gelegen ist der Ort bereits im Jahr 888 in einer Urkunde des Klosters St Emmeram in Regensburg als Scamahapum erwähnt Eine Witwe der dort herrschenden Adelsfamilie Gertrud von Scamahoputen stiftete zusammen mit ihrer Tochter Liutgard hier 1137 ein Augustiner Chorherrenstift das aber fast immer mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte 1609 wird das Stift förmlich aufgehoben Besitz und Rechte der Universität Ingolstadt übertragen Im 30 jährigen Krieg werden Ort und Kirche geplündert die Klostergebäude zerstört und profaniert Die ehemalige Klos terkirche wird zur Pfarrkirche St Georg Sie hat eine sehr schöne barocke Ausstattung Eine Besonderheit ist ein großes Kruzifix aus rotem Ton gebrannt aus dem 14 Jahrhundert Nahe des Ortes wurden das Fossil des Jah res 2009 der Juravenator Starki und das 12 Exemplar eines Archaeopteryx Urvo gel gefunden SOLLERN Unmittelbar nördlich des Limes gelegen der hier seinen markanten Knick macht wurde der kleine Ort 1207 erstmals als Pfarrei genannt Die ehemalige Wallfahrts kirche und jetzige Pfarrkirche Zu unserer lieben Frau ist ein Barockbau aus der Zeit um 1700 mit einer prächtigen Ausstattung Auch heute noch besteht eine aktive Skapu lierbruderschaft Die in die Friedhofsmauer eingebauten Beichtstühle zeugen von dem großen Zuspruch bei den Skapulierfesten vergangener Zeiten SCHWABSTETTEN Östlich des Ortes im Flurteil Die Schanze befinden sich Reste einer spätkeltischen Viereckschanze Im Jahr 972 wurde ein Suabsteti erstmals urkundlich erwähnt Die Filialkirche St Magdalena mit ihrem gedrungenen Turm ist eine romanische Wehr bzw Chorturmkirche mit barocker Ausstattung STEINSDORF 955 erstmals erwähnt schenkt Dietrich von Mendorf 1288 sein Gut Steinsdorf an die Kir che in Schamhaupten Seit ca 1470 war der Ort im Besitz des jeweiligen Hofmarksherrn von Sandersdorf Ein Schlossbau der Mug genthaler von 1704 wurde im 19 Jahrhun dert abgerissen Leider gibt es davon keine Ansicht Die Filialkirche St Martin wurde 1770 erbaut und 1981 82 in einem gelunge nen Bau modern erweitert und ausgestattet Durch seine verkehrsgünstige Lage erhielt der Ort in jüngster Zeit einige Neubaugebiete TETTENWANG Der Ort wurde 1060 als Toitenwank in einer Urkunde erstmals notiert Im Dreißig jährigen Krieg 1618 bis 1648 wurde er total verwüstet 1677 wieder aufgebaut fielen im Jahr 1847 insgesamt 17 Anwesen einem Groß feuer zum Opfer Die Pfarrkirche St Bartho lomäus ist eine frühgotische Anlage 1770 teilweise umgebaut mit barocker Ausstattung Eine Rarität ist die Holzkalkbrennerei Körndl deren Spezialkalk sowohl für Kirchen und Schlossrenovierungen wie auch für modernes ökologisches Bauen sehr begehrt ist Um Tet tenwang wird viel Hopfen angebaut Deshalb gibt es hier den Hopfenerlebnishof der Fami lie Michael Forster den Hopfenerlebnispfad einen Rundweg von 7 5 km Länge Der bekannteste Tettenwanger ist der ehe malige Kunstflieger Georg Resch 1902 bis 1977 der 1931 einen Weltrekord als Fall schirmspringer aufstellte Ortsteil Sollern mit Pfarrkirche Schloss Sandersdorf gehört zum Besitz des Wittelsbacher Ausgleichfonds B ild M ar kt A lt m an ns te in B ild P fa rr ei S o lle rn 28 RegionalFit

Vorschau Regional Fit 11/2020 Seite 28
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