MARKT ALTMANNSTEIN Mit der Gebietsreform die 1972 begann wurde aus 14 ehemaligen selbstständi gen kleinen Gemeinden die Marktgemeinde Altmannstein ALTMANNSTEIN Der Hauptort der Marktgemeinde schön im Schambachtal gelegen wird bekrönt von der Burgruine Stein 1108 wird ein Huch Hugo von Stein erstmals in einer Urkunde König Heinrichs V erwähnt Lange Jahre waren Burg und Markt in Besitz der Abensberger Den Namen erhielt der Ort nach einem Gra fen Altmann von Abensberg der im 13 Jahr hundert die Burg neu aufbaute 1331 erhielt der Ort von Kaiser Ludwig dem Bayern die Marktrechte Im Jahr 1446 wurden Burg und Ort von den Nürnbergern gebrandschatzt 1485 erlosch mit Niklas von Abensberg die ses Dynastengeschlecht Altmannstein fiel nun an den Bayerischen Herzog und wurde zu einem Ministerialensitz der von einem Pfleger verwaltet wurde Bis zum Jahre 1803 bestand das landesfürstliche Pflege gericht hier Seit dem Dreißigjährigen Krieg ist Burg Stein eine Ruine 1911 wurden die heute noch bewohnten Teile in der ehema ligen Vorburg neu erbaut Altmannstein ist der Geburtsort des bekann ten Rokoko Bildhauers lgnaz Günther 1725 bis 1775 Das große Kreuz über dem Hoch altar in der Pfarrkirche HI Kreuz ist sein Werk das er seiner Heimatgemeinde 1764 zum Geschenk machte Südlich des Ortes Altmannstein und seine Ortsteile verläuft der obergermanisch raetische Limes der 2005 von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde Reste dieses Bauwerks sind in der Marktgemeinde noch gut sichtbar BERGHAUSEN Als Perchusa erstmals 972 genannt bestand der Ort aber schon viel früher an einer Kel tenstraße die zu den Bohnerzgruben von Schafshill führte Die Kirche St Nikolaus ist bereits 1030 erwähnt und wurde um 1760 unter Benutzung des alten Mauerwerks neu erbaut Die Innenausstattung in der sich auch moderne Bestandteile finden ist sehr gediegen Beachtenswert ist das Deckenge mälde aus der Rokokozeit das wie ein Votiv bild mit verschiedenen Heiligen gestaltet ist BREITENHILL MEGMANNSDORF UND WINDEN Die kleinen Orte südwestlich von Pondorf auf der Jurahochfläche liegen jeweils nur etwa einen Kilometer auseinander Winden wurde erstmals 1095 erwähnt Der Orts name soll sich von den Wenden einem sla wischen Volksstamm ableiten der im 6 Jahrhundert in unser Gebiet einwanderte Mit der Gründung des Augustiner Chor herrenstifts Schamhaupten 1137 werden Breitenhill als Prettenhill und Megmanns dorf als Meginestorf in einer Schenkungsur kunde genannt Die Filialkirche in Breitenhill ist dem HI Kreuz geweiht Sie besitzt einen historisch wertvollen Hochaltar und eine Marienfigur aus dem 15 Jahrhundert Zur Innenausstattung der Filialkirche Johan nes Baptist in Megmannsdorf zählt eine soge nannte Türkenkopfmadonna aus dem 15 Jahrhundert Die Filialkirche St Wolfgang in Winden ist ein Bau des 17 Jahrhunderts 1950 kommen Breitenhill und Megmanns dorf zur Gemeinde Winden 1977 werden die Orte der Marktgemeinde Altmannstein angegliedert HAGENHILL Als Haginhuli im Jahr 972 erstmals erwähnt liegt das Dorf ca 400 m südlich des ehema ligen Limes Im Ort stand einst ein Wasser schloss von dem uns aber keine Ansicht überliefert ist Besitzer des einstigen Edel sitzes waren die von Hagenhüe von Geben die Pförringer die Abensberger und die Muggenthaler Wie Altmannstein wurde der Ort 1446 durch die Nürnberger zerstört ebenso mehrmals im Dreißigjährigen Krieg gebrandschatzt Die Pfarrkirche St Peter und Paul wurde 1888 unter Beibehaltung des alten Turms neu erbaut 1966 69 fand eine Neugestaltung des Innenraums statt so dass der Charakter der Kirche vollständig verän dert wurde In der 2 Hälfte des 18 Jahrhunderts spielte sich hier ein damals viel beachteter Mordfall ab der im 19 Jahrhundert Corbinian Loh mayer und etwa 100 Jahre später Josef Lud wig Hecker als Vorlage für die Romane Die Krämerin von Hagenhill diente HEXENAGGER Der Ortsname hat nur der Sage nach etwas mit Hexen zu tun Das mächtige Schloss liegt malerisch auf einer vorspringenden Berg zunge hoch über dem Ort im Schambachtal Es entstand auf den Resten einer mittelalter lichen Burg und ist heute in Privatbesitz von Eberhard Leichtfuß nur die beiden Schloss kapellen gehören der Marktgemeinde Ein Dietrich von Hexenagger wurde im Jahr 982 erstmals erwähnt da er im Kampf Kai ser Ottos II gegen die Sarazenen fiel 1724 wurde das Schloss von den Muggenthalern an den bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht verkauft der es 1731 seiner Geliebten der Gräfin von Morawitzka schenkte die hier auf Befehl des Kurfürsten dann den Fürs ten Portia heiratete Nach mehreren Besit zerwechseln kam das Schloss 1951 in Besitz der Familie Leichtfuß Im Ort selbst befindet sich die sehenswerte noch vollständig erhaltene und funktions tüchtige historische Hammerschmiede der Bildnis von Ignaz Günther und sein Werk in der Altmannsteiner Pfarrkirche B ild M ar kt A lt m an ns te in 26 RegionalFit

Vorschau Regional Fit 11/2020 Seite 26
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